Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft Teil 1

 

Im Baden-Württembergischen Abtsgmünd wurde um die ersten Qualifikationen für die diesjährige Deutsche Meisterschaft getanzt. Da es dafür nur 2 Möglichkeiten gibt, wurde seitens der Tänzer alles gegeben, damit die Chance direkt genutzt werden kann und man auf dem 2. Quali-Turnier nicht noch mehr Druck als sonst schon hat.

Dies klappte leider vorerst nur für Marlene Martin und Carl Munder in der Juniorenklasse. Aber auch sie bleiben hinter ihren Erwartungen. Mit Platz 4 des Tages verschenkten sie einen vorderen Podestplatz. Tänzerisch macht sich ihr kontinuierliches Training bemerkbar und sie können in diesem Bereich immer mehr überzeugen. Dieses Mal machten ihnen verpatzte Übergänge aus den Akrobatiken in den Tanz einen Strich durch die Rechnung. Diese Übergänge sollen möglichst flüssig und elegant gelöst werden und müssen den Übergang aus einer nicht im 4/4-Takt ausgeführten Akrobatik direkt in den taktbezogenen Tanz meistern. Dies klappt je nach Ausführung der Akrobatik mehr oder weniger gut. Marlene und Carl gelangen 2 von 3 Übergängen nicht reibungslos, wodurch die Wertungsrichter die fehlenden 3 Punkte abzogen, welche Ihnen zu Platz 2 fehlten. Ein Trost war jedoch die direkte Qualifizierung zur DM, wodurch sie das kommende Turnier entspannter angehen können.

Laura Köpping und Raphael Günther erkämpften sich einen Finalplatz und wurden mit einer sehr guten Gesamtleistung 7. Da die beiden noch sehr jung sind, fehlen ihnen noch Höchstschwierigkeiten in den Akrobatiken, wodurch sie noch nicht auf die vordersten Plätze gelangen können.

In der Schülerklasse konnte der TSC 2 Finalteilnehmer stellen, was deutschlandweit ein sehr guter Schnitt ist. Leider konnten dort die Favoriten Lieselotte Bley und Luca Kohn verletzungsbedingt nicht mehr antreten. Nach einer tollen Zwischenrunde, katapultierten sich die beiden mit einer sauberen Grundschritttechnik und hohem Schwierigkeitsgrad in der Choreografie auf den 3. Platz in der Vorwertung. Leider konnten sie dann nicht mehr zeigen, ob sie den 2. Platz hätten noch angreifen können oder nicht. Eben der hohe choreografische Schwierigkeitsgrad fehlt Sophie Koshevnikova und Mateo Cruz dos Santos noch, was ihnen im Finale den 6. Platz einbrachte. Jedoch gelang den beiden eine hervorragende Gesamtleistung, insbesondere, wenn man bedenkt, dass sie mit ihren 9 Jahren die jüngsten Teilnehmer überhaupt auf dem Turnier waren.  Sie haben den anstrengenden Tag mit Vorrunde, Zwischenrunde und Endrunde innerhalb von 5 Stunden tanzen und jeweils wieder neu warm machen und konzentrieren und das alles verbunden mit einer gehörigen Portion Aufgeregt-sein, wunderbar gemeistert. 

Amelie Scholz und Lukas Köpping brachten den mitgereisten Fans und Vereinskameraden erstmal eine Schrecksekunde, da sie in der Vorrunde dem allzu bekannten Tänzer-Phänomen des „Black-Outs“/ Choreo vergessen verfielen. Das hat fast jeder Tänzer schon einmal durch und kann somit nachvollziehen, wie nervös die beiden vor ihrer letzten Chance in der Hoffnungsrunde waren. Die Beiden hatten jedoch starke Nerven und ließen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und zeigten eine tolle Hoffnungsrunde, mit der sie sich einen Platz in der Zwischenrunde sicherten. Durch einige kleinere Wackler in den Akrobatiken reichte es insgesamt zu einem tollen 11. Platz in der Tageswertung.

In der A-Klasse konnten Christin Heinrich und Stefan Parzentny trotz längerer Verzögerungen durch technische Störungen im Turnierablauf ihre Saison-Bestleistung zeigen und legten eine sichere und souveräne Akrobatik-Runde auf die Fläche. Leider wurde ihre choreografisch sehr ausgefeilte Darbietung des Film-Klassikers „Titanic“ nicht mit der erwarteten Punktzahl bewertet, was ihnen den 5. Platz der Tageswertung einbrachte.