Weiterer Schritt zur WM in Lyon für die einen und erster Schritt ins Turnierleben für die anderen

 

Der TSC ist sehr stolz, auch in diesen Zeiten eine fast ganz normale Trainings- sowie Turniersaison aufrecht erhalten zu können. So konnten sich am Sonntag wieder alle Turnierpaare in Form eines Sportturnieres deutschlandweit in der Trainingshalle des TSC in der Erich-Weinert-Straße vergleichen. Und nicht nur die. Auch die Kleinsten des Vereins – die Anfängerpaare, die noch nicht ins nationale Turniergeschehen eingestiegen sind, hatten ihren teilweise ersten großen Auftritt in Form eines Dreikampfes. Die Schülerklasse durchläuft dabei eine Trampolin-, Turn- sowie die Tanzstation. Nur wer auf allen drei Gebieten Punkte sammeln kann, hat die Nase vorn. Aber es ist dann auch schon ein Teilerfolg, wenn man eine Disziplin für sich entscheiden kann. So haben einerseits die Kinder – und Eltern - mehr von dem Wettkampftag, als nur die 1:30min tanzen und andererseits erlenen sie so fast spielerisch die Grundlagen, die es als Turniertanzpaar in den höheren Klassen für die Akrobatiken benötigt.

Bei den Minis, wie sie liebevoll von den Großen genannt werden, haben Joline Kischnick und Emil Eichberg allen anderen ein bisschen was voraus gehabt und konnten den 1. Platz belegen.

Die Turniertänzer der Schülerklasse kennen das Gefühl, vor vielen Zuschauern zu tanzen, ja schon. Für die Altersklasse ist der Vergleich auf dem Trampolin und im Turnen schon ein wenig spannender. Sie dürfen auch schon Salti und schwierigere turnerische Elemente zeigen und bekommen je nach Ausführung, diesen Mut dann durch Punkte belohnt. Auf dem Tanzboden zeigen auch sie ihre ganz normale Choreografie à 1:30min. Dieses Mal fiel das Gesamtergebnis für die tänzerisch favorisierten Sophie Koshevnikova und Mateo Cruz dos Santos etwas spannender aus, da die beiden die Bereiche Trampolin und Turnen eben nicht für sich entscheiden konnten. Aus rechnerischen Gründen hatten sie durch ihre starke Performance beim Tanzen jedoch die Nase vorn und konnten den Tagessieg einfahren.

Krankheitsbedingt wenig Gegner hatten Liselotte Bley und Luca Kohn in der Juniorenklasse. Es ging jedoch um die Punkte zur Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft am Ende der Saison. Daher mussten sie siegessicher trotzdem alles herausholen, um die Chance vieler Punkte zu nutzen.

Ähnlich ging es Nicole Thomas und Julius Tschöpel in der B-Klasse. Mit der Fußtechnik und der Akro-Runde im Gepäck reisten ihre Gegner sogar aus Delmenhorst an. Die weite Anfahrt lohnte sich, da die Delmenhorster eine fehlerfreie Runde zeigten und somit nur der zweite Platz für Nicole und Julius blieb.

Erfreulich war, nicht zuletzt für die Zuschauer, dass auch Amelie Scholz und Sebastian Mattern in der A-Klasse von einem dresdner Paar herausgefordert wurden. Das Paar aus Dresden startete zum ersten Mal in der Königsklasse des Tanzsports und zeigte tolle Salti und eine fehlerfreie Show. Amelie und Basti konnten aber mit ihrer Souveränität aus den letzten internationalen Turnieren Boden gut machen und lagen den Punkten nach deutlich vorn.

Das sie immer sicherer auf dem Tanzboden werden, ist auch ein ausgeschriebenes Ziel der beiden. Beim letzten Worldcup in Krakau vor zwei Wochen, fiel die Vorrunde der beiden gut, jedoch ausdrucksmäßig sehr verhalten aus, weswegen sich kleine technische Unsicherheiten einschlichen, die sie den direkten Einzug in die Zwischenrunde kostete. In der A-Klasse bedeutet das eine kräftezehrende weitere Hoffnungsrunde, in der man mental und physisch Körner lässt. Diese tanzten die beiden aber nach dem Motto „alles oder nichts“ und wurden für den Mut damit belohnt, in die Zwischenrunde einzuziehen. Dort merkte man erst den Willen, der die beiden zu Bestleistungen in den Akrobatiken verhalf, aber auch den Kraftnachlass durch die zusätzliche Runde. Sie konnten das hohe Niveau nur mit Mühe, aber mit viel kämpfen halten und wurden mit einem hervorragenden 8. Platz – ein Platz am Finale vorbei – belohnt. Daher sollte das sichere Auftreten geübt werden, um es am kommenden Wochenende auf dem Worldcup in Genf besser zu machen.