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Deutsche Meisterschaft in Homburg am 10.12.2011
Luft nach oben ...
In dem sehr kleinen saarländischen Ort Homburg fand die lang ersehnte Deutsche Meisterschaft im Rock´n´Roll statt. 5 Paare des TSC „Take it easy“ hatten sich durch sehr gute Platzierungen in der Saison dafür qualifiziert und in den letzten Wochen hart für diesen Höhepunkt trainiert. Somit konnten am Freitagnachmittag die Tänzer, Taschen, Eltern & Glücksbringer in die Autos und den von der Firma VW TradePort Wildau zur Verfügung gestellten Transporter gepackt und die rund 600km in Angriff genommen werden.

Leider konnte das Schülerklassenpaar Helene und Matteo Hielscher, die eigentlich eine doch beachtliche Chance auf eine gute Platzierung gehabt hätten, die Fahrt auf Grund von Krankheit nicht antreten. Daher ruhte alle Hoffnung auf einen Erfolg in der Schülerklasse auf den Schultern von Siwa und Toren Radtke. Bei den Beiden spielt die Tagesform und der Kopf eine sehr große Rolle, um ihre beste tänzerische Leistung abrufen zu können. Daher waren auch die Trainer bis zur letzten Sekunde ihres Auftrittes angespannt bis zu den Haarspitzen. Die Vorrunde gingen sie gewohnt ruhig an. Was nicht unbedingt einen sehr guten Einstieg in das Turnier bedeutet, da so zwar Steigerungsmöglichkeiten da sind, jedoch der erste Eindruck auch immer ein bleibender ist. Bekanntlich zählt Tanzen zu den sehr subjektiv bewerteten Sportarten. Doch trotzdem schafften sie den Sprung in die Zwischenrunde. Hier waren sie schon ein wenig mehr auf „Betriebstemperatur“ und zeigten, zu welcher Leistung sie in der Lage sind. Sie boten eine perfekte Leistung in gewohnt spritzig- elegantem Stil und zudem einer gereifteren Ausstrahlung. Leider konnten sie diese Leistung konditionell in den letzten 10s der 1:30min-Darbietung nicht durchhalten. Die Konkurrenz ist in dieser Klasse jedoch sehr stark, sodass sie das Finale nur sehr knapp verpassten. Jedoch hat es kaum eines der ehemaligen Schülerpaare überhaupt geschafft, nach nur 2 Saisons in dieser Klasse den 10. Platz auf einer Deutschen Meisterschaft zu erreichen. Zudem hat das Geschwisterpaar noch 2 Jahre Zeit, sich in dieser Klasse zu beweisen.
Für das Juniorenpaar Shirley Urban/Sebastian Mattern war es die erste Saison in dieser Startklasse. Ihre Saisonziele, die Tanztechnik deutlich zu verbessern sowie neue Akrobatiken zu erlernen, haben sie allemal erfüllt. Gekrönt wurde ihre Saison durch das Einbauen des „Stützes“ (die schwierigste Akrobatik in der Juniorenklasse) in die Choreographie. Diesen konnten sie einwandfrei auf der Tanzfläche darbieten, eingebettet in eine sauber getanzte Folge mit frechem Ausdruck. Aber auch den Beiden kreuzte die Aufregung die gesetzten Ziele. Sie erlaubten sich einen kleinen Taktfehler und erreichten somit leider nicht die nächste Runde.
Charly Dahms/Tim Ludwig hatten dasselbe Problem. Ziel war die Finalteilnahme, welche definitiv in Reichweite lag. Aber die Vorstellung, in genau diesen 1:30min genau das abzurufen, wofür man ein Jahr lang und länger trainiert hat, erzeugte großen Druck. Dieser hatte zur Folge, dass sie leider eine Akrobatik abbrechen mussten, was auf dem größten, deutschen Turnier das sofortige Ausscheiden als Konsequenz nach sich zieht. Aber auch das minutiöse Konzentrieren und Abrufen der Fähigkeiten muss erst einmal geübt werden. Dafür haben die Beiden im nächsten Jahr ein klares Ziel.
Die A-Klasse bot auf dieser Deutschen Meisterschaft seit langem mal wieder richtig Unterhaltung. Sehr viele gute und qualitativ hochwertige Paare waren am Start. Darunter Meike Gülicher/Hannes Ullrich vom TSC. Ziel war es auch hier, das Finale zu erreichen. Die Fußtechnikrunde, in der alle Paare nach eigener Musik eine Choreographie auf 1 Minute nach 51 Takten zeigen, verlief für Gülicher/Ullrich sehr souverän und ohne Fehler. Sie lagen damit im Mittelfeld aller Paare, was bei der Konkurrenz ein Erfolg ist. Zudem folgte ja danach erst die Akrobatikrunde, die für Gülicher/Ullrich immer die war, in welcher sie Punkte holten. Nach intensivem Erwärmen betraten sie die Tanzfläche. Dieses Mal war es noch ein klein wenig aufregender als sonst – der ZDF war in der Halle um eine Reportage über den Tanzsport zu drehen. Die vielen Kameras waren neu für die Paare, jedoch steckten Gülicher/ Ullrich das ganz gut weg und die schwierigsten Akrobatiken konnten sie ohne Fehler und in einer sehr sauberen Ausführung darbieten. Doch leider verhakten sich die Beiden bei einer für sie leichteren Akrobatik so ungünstig, dass sie mit dem Körper den Boden berührten. Dies wird als Sturz gezählt und mit einem Abzug von zuvor gewonnenen Punkten bestraft. Auch hier ist es nun mal so, dass sich nur die besten Paare aus Deutschland für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren, sodass man mit so einem Fehler sofort nicht mehr konkurrenzfähig ist .
Schlussendlich sind die Ergebnisse nicht die Wunschziele und eher ein Fingerzeig dafür, dass jedes Paar in seiner Leistungsfähigkeit noch „Luft nach oben“ hat.
Tanz- und Sport-Club 'Take it easy' Königs Wusterhausen e.V
